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Was sind Krankheitserreger?

Als Krankheitserreger bezeichnet man Organismen oder Stoffe die in fremden Organismen gesundheitsschädliche Abläufe verursachen.

Bekannte Krankheitserreger stellen

  • Bakterien
  • Protisten
  • Viren
  • Viroide
  • Pilze
  • Parasiten
  • Prione dar.

In der Medizin ordnet man den Krankheitserregen die Eigenschaft der Pathogenität zu. Als Pathogenität bezeichnet man die Eigenschaft eines Objekts die es schafft innerhalb eines Organismus eine Krankheit hervorzurufen. Die Art des Wirtes einer Krankheit spezifiziert die Pathogenität.

So spiegelt die Humanpathogenität Krankheitserreger wider, die einen menschlichen Wirt als Existenzgrundlage nutzen. Krankheitserreger die pathogen auf Pflanzen wirken werden als phytopathogen bezeichnet. Die Virulenz beschreibt den Ausprägungsgrad der Pathogenität. Die Pathogenese beschreibt die Entstehung und die Entwicklung einer Krankheit.

Viren

Als Viren / Virus bezeichnet man stoffwechsellose Parasitenformen, die Zellkerne nutzen, um sich zu vermehren und auszubreiten. Viren sind daher nicht ohne Wirten lebensfähig. Um sich außerhalb des Zellkerns und dem Wirten zu verbreiten nutzen Viren so genannte Kapside, um kurzfristig andere Wirte zu erreichen. Diese Viren nennt man Virionen. Diese Virionen können neben dem Kapsid auch über eine zusätzliche Virushülle verfügen.

Viroide

Viroide ( Viriod ) sind virenähnliche Krankheitserreger, die in der Pflanzenwelt vorkommt. Eine der bekanntesten Viroideerkrankungen ist das Kartoffelspindelknollen – Viruid. Das Viruid kann keine Virionen erzeugen und wird deshalb als Virusähnlich beschrieben.

Prione

Ein Prion ist ein grundlegende Proteine im Organismus. Prione können auch krankmachende Strukturen aufweisen. Dieses kann durch Umwandlung geschehen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Creutzfeldt- Jacob- Krankheit. Die meisten Prione finden sich im Gehirn. Wenn sich dort die Prione umwandeln zerstören sie das Zellgewebe und hinterlässt ein schwammiges Gewebe.

Die Prionenkrankheit kann zwischen Mensch und Tier interagieren. Das hängt mit der Ähnlichkeit der Prionen zusammen. Ein bekanntes Beispiel ist hierfür der Rinderwahn. Dieser kann auch den Menschen erkranken lassen. Die Inkubationszeit dieser Krankheiten kann von Jahre bis Jahrzehnte sein. Allerdings endet der Verlauf immer mit dem Tod.

Mikroorganismen

Alle Anderen Krankheitserreger bezeichnet man als Mikroorganismen. Die zerstörerische Wirkung von Mikroorganismen beruht meistens auf giftige Stoffe die sie absondern. Im Regelfall sind es Enzyme, allerdings können sie sich auch Gewebe oder Blutzellen ernähren.

Es kann auch sein, dass Mikroorganismen einfach nur eine heftige Immunreaktion wie Fieber hervorrufen, die unter Umständen tödlich ausgehen können.

Bakterien

In der Mikrobiologie bezeichnet man Bakterien bzw. das Bakterium als mikroskopisch kleine Organismen, die keinen eigenen Zellkern besitzen. Meist bewegen sich Bakterien im Flüssigraum fort. Verschiedene Faktoren in der Umwelt können Einfluss auf die Richtung der Bakterien nehmen, obwohl diese in vieler Form zu eigenen Bewegungen in der Lage sind.

Im menschlichen Körper spielen Bakterien eine große Rolle. Sie sind beispielsweise für die Darmflora verantwortlich. Sie können aber auch pathogen wirken. Wie bei einer Lungenentzündung oder Blutvergiftung.

Protisten

Als Protisten ( Protista ) bezeichnet man ein- bis wenigzellige Lebensformen. Sie können eigenständig leben, aber auch parasitäre Züge aufweisen.

Pilze

Infektionskrankheiten die durch Pilze entstehen bezeichnet man als Mykose. Diese werden in oberflächliche- und systemische Mykosen unterteilt. Eine Ansteckungsgefahr ist immer gegeben. Behandelt wird die Pilzerkrankung mit Antimykotika.

Regulär sollte man spezielle Antimykotika nutzen, allerdings ist auch eine Behandlung mit einem Breitbandantimykotika möglich. Dieses wirkt allerdings intensiver auf den zu heilenden Organismus ein. Der Verlauf einer Pilzerkrankung kann unter Umständen auch tödlich verlaufen.

Parasiten

Parasiten nutzen fremde Wirte, um ihr Überleben und ihren Fortbestand zu sichern. Ohne Wirt ist ein Parasit nicht lebensfähig. Parasiten können sowohl am Wirten, als auch im Wirten vorkommen. Im der Mikrobiologie werden auch Viren als Parasiten bezeichnet. Diese können sich sogar in Bakterien einnisten. Sie werden auch Zellparasiten genannt.

Für den Sicheren Umgang mit Mikroorganismen wurden 4 biologische Schutzstufen errichtet, die in 4 Risikogruppen aufgeteilt wurden. Eine Unterteilung im Rahmen der Aggressivität des Krankheitserregers statt. So fällt zum Beispiel die Bäckerhefe in die Risikogruppe 1 und der Ebola Virus in die Risikogruppe 4. So verhält es sich auch mit Schutzstufen.

In der Schutzstufe 1 muss man sich nur die Hände waschen und Andere gewöhnliche Hygienemaßnahmen einhalten. Wohin man in der Schutzstufe 4 ein hermetisch abgesichertes Labor in einem eigenständigen Gebäude benötigt, welche durch Schleusen und viele weiteren Maßnahmen gesichert sind. Laboratorien, die mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen arbeiten unterliegen der Gentechnik-Sicherheitsverordnungen und dem Gentechnik-Gesetz.

Sonstige Krankheitserreger

In einigen Fällen können auch chemische oder physikalische Stoffe als Krankheitserreger in Organismen in Frage kommen. Darunter fallen Gase, Strahlungen, Benzole usw.

Foto: Eneas

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